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Ausgeliefert wird die Xbox 360 mit einer bereits gut gefüllten Festplatte. So
findet man dort auch Videotrailer und Musikstücke zum Testen der
Multimediafähigkeiten. Laut Systemmenü sind noch 12GB der insgesamt 20GB großen
Festplatte verfügbar. Rund 1GB sind mit den Multimediadaten belegt, gut weitere 7GB
für Auslagerungsdateien reserviert. Die Emulationsdateien, welche die
Abwärtskompatibilität zu alten Xbox garantieren, belegen ebenfalls nochmals einige
Megabyte auf der HDD.
Angenehm ist die anfängliche Geräuschkulisse nach dem Einschalten – vor allem
beim Navigieren durch die Menü-Slides und beim DVD gucken. Die aufwendig
gekühlte Xbox 360 erzeugt im Betrieb zwar einiges an Abwärme, aber wirklich laut
wird sie vorerst nicht. Erst im Spielbetrieb, wenn die Spiel-DVDs auf mehrere
tausend Umdrehungen pro Minute beschleunigt werden, dann hört man das Laufwerk
der Xbox 360 ordentlich surren. Bei schnellen, actionlastigen Titeln wie PGR3,
Need for Speed: Most Wanted, Kameo und Co. fällt dies indes kaum ins Gewicht.
Bei atmosphärisch dichteren Spielen wie Condemned könnte die Geräuschkulisse vom
einen oder anderen aber als störend empfunden werden. Ein abschließendes Urteil
in dieser Sache sollte jeder selbst für sich fällen – zu unterschiedlich sind
die persönlichen Empfindlichkeiten eines jedes einzelnen. Ein wichtiger Hinweis
noch an dieser Stelle: Ihr solltet niemals die Xbox 360 größeren Bewegungen
ausetzen oder gar versuchen diese zu kippen während eine DVD im Laufwerk ihre
Runden dreht. Die Physik könnte dann nämlich dem Spielspass einen Strich durch
die Rechnung, oder besser einen Kratzer auf die DVD machen - also, immer schön
still halten!
Xbox Live
Xbox Live wird auf der Xbox 360 eine noch bedeutendere Rolle als bisher spielen.
Jeder Käufer der Konsole wird automatisch Mitglied von Xbox Live Silber – einem
Basis-Onlinedienst. Dazu gehört die Möglichkeit an ausgewählten Aktionstagen
alle Spiele online spielen zu können. Jederzeit ist der Zugriff auf
Onlinestatistiken, herunterladbare Inhalte wie Demos, Levels etc. sowie die
Gamerscore möglich. Für einen uneingeschränkten Zugriff auf Xbox Live muss man
auch weiterhin extra zahlen – zu den bisherigen Preisen von 59,99 Euro pro Jahr
kann man Xbox Live Gold-Mitglied werden. Bestehende Xbox Live-Accounts können
natürlich problemlos auf Xbox 360 Live übertragen werden.
Neu
ist auch, dass eine Kreditkarte nicht mehr zwingend notwendig ist. Über im
Handel erhältliche Pre-Paid-Karten (Handy ähnlich) kann man ebenso seinen
Mitgliedsbeitrag entrichten. Neu ist auch der Marktplatz, dort können Demos,
Spielinhalte wie Levels, Upgrades etc. sowie AddOns herunter geladen werden.
Teilweise stehen diese kostenlos bereit, andere müssen bezahlt werden. Das
Bezahlsystem ist ebenso völlig neu – dafür hat sich Microsoft ein Punkte-System
einfallen lassen. Für 2100 Punkte zahlt man derzeit im Laden 25 Euro. Später soll
es auch möglich sein eigene Inhalte eigene Inhalte gegen Punkte an andere Xbox
Live User verkaufen zu können – so könnte man beispielsweise ein Item aus einem
RPG verkaufen und die dafür erhaltenen Punkte für ein AddOn ausgeben.
Doch die Vernetzungsmöglichkeiten hören aber hier nicht auf. Mithilfe des
Netzwerkkabels können mehrere Xbox 360 auch direkt miteinander, per Systemlink,
miteinander verbunden werden. So kann man auch ohne DSL und Internet in Genuss
von Multiplayerspaß kommen (die Möglichkeit per Splitscreen an einer Konsole
mit- oder gegeneinander zu daddeln gibt es natürlich auch weiterhin). Also auch
hier sind die Möglichkeiten vielfältig. Darüber hinaus lässt sich die Konsole
auch als Media Center Extender nutzen, Multimediainhalte wie Videos, MP3s oder
Photos können so direkt vom heimischen PC oder Netzwerk über die Xbox 360 auf
den Fernseher gestreamt werden. Mehr dazu könnt ihr auf der Homepage von
Microsoft erfahren.
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